Im Rahmen ihrer Projektwoche waren 34 Schülerinnen und Schüler der Realschule für zwei Tage zu Gast in unserer Einrichtung. Gemeinsam mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern beschäftigten sie sich mit dem Thema Alter und kamen dabei auf vielfältige Weise miteinander in Kontakt.
Am ersten Tag stand die gemeinsame Sitzgymnastik im Mittelpunkt. Um besser nachvollziehen zu können, mit welchen Herausforderungen ältere Menschen im Alltag teilweise konfrontiert sind, erlebten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Einschränkungen am eigenen Körper. Mit verbundenen Augen, Gewichten an den Armen und Beinen oder Ohrenstöpseln konnten sie erfahren, wie sich nachlassende Sinne oder körperliche Veränderungen anfühlen können.
Am zweiten Tag wurden verschiedene Stationen aufgebaut. Dazu gehörten ein Rollstuhl-Parcours, Sinnesübungen, Gedächtnistraining sowie das gegenseitige Anreichen von Essen und Getränken. Die Jugendlichen konnten dabei neue Erfahrungen sammeln und einen Perspektivwechsel erleben.
Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Austausch mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Schülerinnen und Schüler stellten viele persönliche und interessante Fragen: „Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal jung wären?“, „Wovor haben Sie heute Angst?“ oder „Haben Sie in Ihrer Jugend auch einmal Blödsinn gemacht?“
Es entwickelten sich offene Gespräche, bei denen gelacht, nachgedacht und aufmerksam zugehört wurde. Die Lebensgeschichten, Erfahrungen und Erinnerungen unserer Bewohnerinnen und Bewohner stießen auf großes Interesse. Gleichzeitig freuten sich die Seniorinnen und Senioren über die Neugier und Offenheit der Jugendlichen.
Für alle Beteiligten waren diese beiden Tage eine wertvolle Erfahrung. Sie haben gezeigt, wie wichtig Begegnungen zwischen den Generationen sind und wie viel Verständnis und Respekt durch gemeinsames Erleben und persönliche Gespräche entstehen können.